Samstag, 19. April 2014

München | Quartier Baumkirchen Mitte | 60m

Der Realisierungswettbewerb für das erste Büro- und Wohngebäude der Münchner Quartiersentwicklung Baumkirchen Mitte ist entschieden. Aus den Entwürfen von sechs renommierten Architekturbüros hat die Jury die Arbeit von UNStudio, Amsterdam, in Zusammenarbeit mit ORelse Landschaftsarchitekten, Breukelen, zur Weiterbearbeitung empfohlen. Der Wettbewerb wurde von den Investoren CA Immo und PATRIZIA in Kooperation mit der Landeshauptstadt München ausgelobt.

Gegenstand des Wettbewerbs war die Gebäude- und Freianlagenplanung für ein bis zu 60 m hohes Büro- und Wohngebäude mit rund 18.500 m² Fläche, das durch seine Höhe und architektonische Ausgestaltung ein Landmark für das Quartier Baumkirchen Mitte bildet. Das Baufeld MK, auf dem das Büro- und Wohngebäude errichtet werden soll, liegt am nordöstlichen Eingang des Quartiers, unmittelbar am S-Bahn-Halt Berg am Laim.

Die Arbeit von UN Studio, Amsterdam, und ORelse, Breukelen, überzeuge mit einem in Grundriss und Gestalt klar strukturierten Gebäude, hieß es in der Begründung des Preisgerichtes. Das 60 m hohe Hochhaus sei als städtebaulicher Orientierungspunkt und Eingang in das Quartier Baumkirchen Mitte elegant umgesetzt. Die Architekten verbinden die unterschiedlichen Nutzungen Büro und Wohnen durch die in Struktur und Materialauswahl interessante Weiterverarbeitung des bandartigen Leitmotives aus dem Städtebaulichen Siegerentwurf. In dem 18.500 m² großen Gebäude können auf 30 Prozent der Fläche Wohnungen entstehen. Die Büroflächen - als größter Anteil dieses Gebäudes - bieten flexibel nutzbare, zukunftsorientierte Arbeitsflächen. Hervorgehoben wurden auch die gemeinschaftlichen, von allen Bewohnern nutzbaren Dachgärten mit individuellen Nutzungsmöglichkeiten wie urban gardening sowie ein Dachcafe mit Alpenblick für die Büronutzer. Das Erdgeschoss bietet Raum z.B. für ein Café am Quartiersplatz und repräsentative Eingangs- und Empfangsräumlichkeiten für Wohnen und Büro.

Die Quartiersentwicklung Baumkirchen Mitte im Münchner Bezirk Berg am Laim umfasst eine Grundstücksgröße von insgesamt rund 130.000 m², wovon jedoch nur rund 50 % zur Bebauung genutzt werden. Die restliche, westliche Fläche bleibt als ökologische Vorrangfläche erhalten und wird als Landschaftspark gestaltet. Der Landschaftspark wird auf speziell angelegten Stegen für die Bewohner des Quartiers und die Nachbarschaft zu einem in München einzigartigen innerstädtischen Naturerlebnis.

Das Quartier Baumkirchen Mitte mit einer geplanten Geschossfläche von insgesamt ca. 80.000 m² vereint zudem Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeitgestaltung zu einem attraktiven Nutzungsmix. Deutlicher Schwerpunkt liegt auf Wohnnutzung mit rund 50.000 m² Geschossfläche für ca. 560 Miet- und Eigentumswohnungen. Hiervon werden 30 Prozent als sozial geförderter Wohnungsbau realisiert. Die Realisierung des Quartiers startet voraussichtlich im Frühjahr 2014 mit dem Bau des ersten Wohngebäudes.

Prägendes Merkmal der Quartiersentwicklung sind - in Ergänzung zu den organisch-geschwungenen Baukörpern - die großzügigen und weitläufigen Grünflächen. So entstehen neben dem Landschaftspark im westlichen Bereich auch im bebauten östlichen Grundstück weitere ca. 34.000 m² öffentliche und private Grünflächen. Davon entfallen allein ca. 3.000 m² auf ökologisch wertvolle Dachgärten, die von den künftigen Bewohnern der Wohngebäude als Refugien mit „Alpenblick“ genutzt werden können und die Wohn- und Lebensqualität zusätzlich zur außergewöhnlichen Architektur und der hochwertigen Ausstattung der Wohnungen weiter erhöhen werden.

Grundlage für das aktuell vor dem Abschluss stehende Bebauungsplanverfahren war ein gemeinsam von der Landeshauptstadt und CA Immo durchgeführter internationaler städtebaulicher und landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb im Jahr 2010, aus dem der Entwurf der Stadtplaner Peter Ebner & Friends (Wien) und der Landschaftsplaner Mahl Gebhard Konzepte (München) siegreich hervor ging.

PM:  PATRIZIA Immobilien AG


   
Bild: (c) UNStudio

Bild: (c) UNStudio

Bild: (c) UNStudio

Bild: (c) UNStudio

1 Kommentar:

  1. Sehr schönes Projekt. Wie sieht der heutige Stand aus?
    Eine Kollegin aus Demos hat mich darauf aufmerksam gemacht und ich bin natürlich überzeugt - besonders aus architektonischer Sicht. Interessant finde ich, dass 30% der Wohnungen sozial gefördert sind.

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