Mittwoch, 18. März 2015

Frankfurt | EZB Neubau (Europäische Zentralbank) | 185m (220m mit Spitze)

Die Europäische Zentralbank (EZB) errichtet bis zum Jahr 2014 auf dem Areal der Großmarkthalle in Frankfurt am Main ihren neuen Sitz. Der Bau entsteht nach den Plänen des Wiener Architekturbüros COOP HIMMELB(L)AU , das 2004 den entsprechenden Architekturwettbewerb für sich entscheiden konnte.

Der EZB-Neubau besteht aus drei Hauptelementen: der Großmarkthalle mit neuen baulichen Strukturen im Innenraum, dem Doppel-Büroturm ( Hochhaus) mit turmhohem Atrium und dem sogenannten Eingangsbauwerk. Letzteres stellt eine visuelle Verbindung zwischen den Türmen und der Großmarkthalle her und markiert gleichzeitig den Haupteingang nach Norden.

Das Eingangsbauwerk markiert den Haupteingang der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Sonnemannstraße und stellt eine visuelle Verbindung zwischen dem Hochhaus und der Großmarkthalle her. Mit seinem asymmetrischen Zuschnitt, seinen schrägen Fassaden und großzügigen Fensterflächen bildet es den gestalterischen Auftakt für das dahinter aufragende Hochhaus.

Die Großmarkthalle ist integraler Bestandteil des Entwurfs für den Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB). Nach einer umfassenden Renovierung wird sie die öffentlichsten Funktionen der EZB aufnehmen. Über den Haupteingang wird der Hallenraum erschlossen, in dem die Lobby sowie Ausstellungsflächen, ein Besucherzentrum, ein Mitarbeiter-Restaurant, eine Cafeteria und Konferenzräume untergebracht werden. Die neuen Nutzungen werden als „Haus im Haus“ in die Halle eingestellt.

Das Hochhaus, welches Bestandteil des Neubaus der Europäischen Zentralbank (EZB) ist, besteht aus zwei polygonalen Türmen, die über ein Atrium miteinander verbunden sind. Der nördliche Turm zählt 45 Stockwerke, der südliche 43. Mit seiner Höhe von 185 Metern und seiner charakteristischen Silhouette wird der Doppelturm die Frankfurter Skyline ergänzen.

In den Doppel-Bürotürmen sind die überwiegende Anzahl der Arbeitsplätze sowie interne Besprechungsräume der EZB untergebracht. In den oberen Stockwerken befinden sich der große Sitzungssaal des EZB-Rats und die Büros der Mitglieder der Beschlussorgane der EZB. Für alle Etagen wird eine hohe Flexibilität angeboten, um verschiedene Büroformen zu ermöglichen.

Quelle: EZB

Bilder: Architekturbüro COOP HIMMELB(L)AU Wien


Bilder: Architekturbüro COOP HIMMELB(L)AU Wien


Bilder: Architekturbüro  COOP HIMMELB(L)AU Wien

Update: 18,03,20115

Die Europäische Zentralbank (EZB) entschied sich für das Areal der ehemaligen Großmarkthalle in Frankfurt, um dort ihren Neubau zu errichten. Im November 2014 nahm die EZB nach Abschluss der Bauphase ihre Arbeit in einem zeitgemäßen und funktionalen Gebäude auf, das speziell für ihre Anforderungen konzipiert wurde. 

Nachdem im Herbst 2007 die Planungsunterlagen bei den zuständigen Behörden der Stadt Frankfurt am Main eingereicht worden waren, erteilte die Stadt Frankfurt am 22. Oktober 2007 eine erste Teilbaugenehmigung. Im ersten Quartal 2008 konnten somit die vorgezogenen Baumaßnahmen beginnen. Am 6. Mai 2008 überreichte Petra Roth, damalige Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main, dem damaligen EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet die Baugenehmigung für das gesamte Bauvorhaben.

Die Hauptbauarbeiten begannen dann im Frühjahr 2010, nachdem die Ausschreibung der Bauarbeiten in Form von Gewerkepaketen und -losen erfolgreich gewesen war. Am 19. Mai 2010 wurde die Grundsteinlegung für das Hochhaus gefeiert. Parallel zu den Arbeiten am Hochhaus wurde die Großmarkthalle umfassend saniert und mit Einbauten im Inneren versehen.

Gut zwei Jahre später, am 20. September 2012, markierte das Richtfest den Abschluss der wichtigsten Rohbauarbeiten. Im Anschluss wurden die Installation der Fassade am Hochhaus und der Ausbau inklusive der technischen Gebäudeausrüstung in allen Gebäudeelementen abgeschlossen.

Teil des EZB-Neubaus ist auch die neu geschaffene Landschaftsgestaltung des früheren Industriegeländes rund um die Großmarkthalle. Die abwechslungsreiche Parklandschaft orientiert sich dabei an der natürlichen Flusslandschaft des Mains.

Der Gebäudekomplex wurde im Rahmen eines städtebaulichen Entwurfsprozesses entwickelt, dessen Ausgangspunkt der Bezug zur Frankfurter Innenstadt war. Entstanden ist ein deutlich sichtbarer städtebaulicher Fixpunkt auf dem Areal der Großmarkthalle, wobei der Büroturm die Frankfurter Skyline nach Osten hin verlängert. Die Umnutzung der ehemaligen Großmarkthalle und ihre Einbeziehung in das Projekt verleihen dem EZB-Neubau eine historische Dimension und verstärken den einzigartigen Charakter dieses Blickfangs im Frankfurter Ostend. Die offizielle Eröffnung fand am 18 März 2015 statt.



Foto: ezb2014 - auf flickr | Creative Commons
Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0)



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