Freitag, 29. August 2014

Bochum | Stadtturm | 105m

Der neue Stadtturm Bochum soll 105 Meter hoch werden, über 28 Geschosse verfügen und eine Nutzfläche von 26.000 Quadratmetern aufweisen. Dies wurde auf der Expo Real in München von der extra dafür gegründeten Gesellschaft Stadtturm Bochum GmbH & Co. KG vorgestellt.

Die neuen Pläne sind nicht nur durch die Größe, sondern auch durch ihre architektonische und stadtplanerische Qualität beeindruckend. Die Stadtturm Bochum GmbH & Co. KG hat die Option für die Weiterentwicklung der Pläne mit dem Ziel des Grundstückskaufs.

Bereits jetzt gibt es einen gültigen Bebauungsplan der Stadt Bochum für ein Hochhaus mit 15 Stockwerken, der bei der Umsetzung der Spangenberg-Pläne noch einmal offengelegt werden müsste. Noch aber werden weitere Investoren für dieses Projekt gesucht.

Der Stadtturm soll nur wenige hundert Meter vom Exzenterhaus am Beginn der Universitätsstraße entstehen. Er wird ähnlich wie das Exzenterhaus auf einem ehemaligen Atombunker errichtet, nur das der Bunkerkörper unter der Erde liegt. Das schlanke Gebäude wirkt trotz seiner Höhe nicht massig und passt sich in seine Nachbarschaft ein und soll zusammen mit dem Exzenterhaus den Auftakt der Magistrale die vom Bochumer Hauptbahnhof bis zu Ruhr Universität bilden.

Die Geometrie der geneigten Außenflächen und eine statisch das Gebäude selbst-tragende Fassade ermöglichen die je nach Etage in ihrer Größe von 200 bis 1.100 Quadratmetern variablen und stützenfreien Grundrisse dieses Hauses.

In dem Gebäude könnten Flächen für Forschung, Lehre und Bildung, Hotel- und Gastronomie, bis hin zu Büronutzung und Wohnen entstehen, so ein Sprecher der Gesellschaft. Hinter dem Stadtturm soll sich ein neues öffentliches Parkhaus angliedern, das der Öffentlichkeit als auch den Nutzern des Hauses genug Parkraum bieten soll.

Beide Gebäude, das Exzenterhaus und der Stadtturm, sind die Grundlage der Neudefinition Bochums als modernes Dienstleistungszentrum. Und beide verfügen über exzellente Lagevorteile: Die Nähe zum Hauptbahnhof, zur Bochumer Innenstadt, zur Ruhr-Universität, dem Gesundheitscampus und der Hochschule Bochum.

Die Bauarbeiten könnten 2014 beginnen. Die Kosten liegen bei rund 100 Mio Euro.


Update: 15.10.2013

Es gibt Neuigkeiten zum Stadtturm Projekt. Nach WAZ Informationen stehen in den nächsten Wochen Gespräche an mit einem Unternehmen, das  16.000 Quadratmeter des Turms nutzen möchte. Insgesamt stehen 20.000 m² Bürofläche auf 28 Etagen zur Verfügung. Rund 1000 Arbeitsplätze würde ein solcher Mieter mitbringen. Damit es im nachhinein keine bürokratischen  Hürden gibt, werden derzeit bereits intensive Gespräche für den Kauf des Grundstücks geführt. Die EGR als Grundstücksinhaber hat mit der Stadtturm Bochum GmbH & Co. KG mittlerweile eine Art Vorkaufsvertrag abgeschlossen.

Genau unter dem Parkhaus Kurt-Schumacher-Platz, das für den Stadtturm weichen wird, befindet sich ein großer unterirdischer Atombunker. Nach Auskunft des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gehört diese Anlage bereits der Bochumer EGR und wird in den nächsten Tagen aus der Zivilschutz-Bindung entlassen.

Der Stadtturm würde das dritt höchste Hochhaus nach dem Rathaus (Essen) und dem RWE-Tower (Essen) in der Metropole-Ruhr sein.

Update: 18.02.2014

Wie es aussieht gibt es einen Ankermieter für den Stadtturm. Die Europazentrale von BP Aral soll in das Hochhaus einziehen. Sollte der internationale Mineralölkonzern tatsächlich von seinem wenige hundert Meter entfernten Traditionssitz an der Wittener Straße in den neuen Wolkenkratzer unmittelbar neben dem Hauptbahnhof ziehen, wäre das Vermietungsproblem des Projektes auf einen Schlag gelöst und man könnte mit der Bauplanungsphase beginnen. Konzipiert, je nach Raumplan, ist das auf 28 Etagen angelegte Hochhaus für bis zu 1000 Arbeitsplätze. Rund 800 Menschen könnten allein durch den Umzug von BP/Aral dort in die attraktiven neuen Büros einziehen. Der Konzern bestätigte, dass man sich zurzeit nach Gewerbeflächen umschaue, weil im März 2016 der Mietvertrag für die Gebäude an der Wittener Straße auslaufe.

Update 28.08.2014

Heute wurden die Pläne für die Sparkassenakademie im Stadtturm vorgestellt. Sie sehen vor, die Akademie in zehn Etagen des 28-geschossigen, 105 Meter hohen Stadtturms direkt neben dem Hauptbahnhof unterzubringen. Für das Projekt sprächen die zentrale Lage, die gute Verkehrsanbindung und die planerischen Vorarbeiten. Der Bebauungsplan befindet sich bereits im Aufstellungsverfahren. Große Hürden für eine Genehmigung gibt es deshalb nicht.

Gut zwei Jahre würde der Bau dauern, so Architekt Gerd Spangenberg, der bereits das Exzenterhaus in Bochum entworfen hat. Auf dem Gelände des jetzigen Parkhauses würde der Stadtturm mit seinem markanten Fassadeneinschnitten und ein neues, achtgeschossiges Parkhaus mit Platz für 800 Pkw entstehen. Kosten von 90 Millionen werden veranschlagt für eine qualitativ hochwertige Gestaltung. Kostenintensiv sei die notwendige Gründung auf Pfählen, unter dem Gelände befindet sich ein Atombunker. Auch die Gebäudekonstruktion ohne Stützen in den Räumen sei finanziell aufwändig.

Das Hochhaus kann nur mit einem Ankermieter, der 40 bis 50 Prozent der Fläche langfristig mietet realisiert werden. Mit der Sparkassenakademie wäre so ein Mieter gefunden. Wenn alles nach Plan läuft, könnte das Gebäude 2018 bezugsfertig sein.

Quelle: Sparkassenakademie - Drei Bewerbungen kommen aus Bochum


Quellen und weitere Informationen: 

wirtschaftsmagazin-ruhr- Stadtturm Bochum: Planung beginnt
lokalkompass.de - Ein Stadtturm soll in den Bochumer Himmel wachsen

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